Seelen-Bild Stier (Zuordnung Venus)

Seelen-Monat vom 21. April bis 20. Mai

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Der Stier ist das am stärksten materiell
gebundene Zeichen des Tierkreises.
Es symbolisiert das materielle Prinzip
wie auch die Fruchtbarkeit der Schöpfung.

Übersicht

1. Fragen zur Selbsterkenntnis

Welche Fragen
könnten dich mit dem Seelen-Bild
STIER in dir in Verbingung bringen?

Lass dir vorlesen:

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1. Was bedeutet es für mich, etwas zu besitzen?
Was gehört mir, ist mein Eigentum?
Was will ich mir in meinem Leben noch anschaffen,
wünsche ich mir am meisten?

2. Der Verlust welcher Dinge in meinem Leben
würde mir meine Selbstsicherheit
und mein Selbstwertgefühl nehmen?

3. Was gibt mir ganz konkret das Gefühl
von Sicherheit und Schutz im Leben?
Was macht meine persönliche
Sicherheit im Leben aus?

4. Was bedeutet für mich Sinnlichkeit?
Was kann ich wirklich genießen?
Wie wichtig ist mir Zärtlichkeit im Leben?

5. Was gibt mir das Gefühl tiefer, sinnlicher Erfüllung?
Ist mein Leben lust- und genussvoll?
Was macht mir richtig Lust?

6. Über welchen Sinnes-Kanal
(Augen, Ohren, Nase, Geschmacks- oder Tastsinn)
erhalte ich die meisten und intensivsten Sinneseindrücke?

7. Mag ich mich selbst? Würde ich mich heiraten?
Kann ich mich ohne Wenn und Aber akzeptieren?

2. Impulse des Seelenmonats vom 21.4. bis 20.5.

Der Seelen-IMPULS von
STIER (Venus)

Lass dir die nächsten Zeilen vorlesen!

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Vom 21.4. bis 20.5.

beeinflusst uns alle die kosmische Seelen-Qualität des Tierkreizeichens STIER. Stier korrespondiert in unserem Sonnensystem mit dem Ur-Prinzip der VENUS.
Der Archetyp STIER repräsentieren eine bestimmte Qualität der Seele unseres Sonnensystems und unserer Milchstraße. Wenn wir uns dessen bewusst sind, dann können wir diesen Einfluss deutlicher spüren und bewusst verstärken.

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Die Seelenqualität des Archetypen STIER
sind SINNLICHKEIT, VERTRAUEN, GEBORGENHEIT.

Das Ur-Prinzip VENUS führt uns in Resonanz mit der Kraft der (Eigen-)Liebe, der Harmonie und des Genusses. Sie stärkt unsere liebevolle Achtsamkeit und unsere Eigenverantwortung.

Wenn die Sonne jetzt (perspektivisch) ins Tierkreiszeichen Stier wandert, so beginnt langsam der "Wonnemonat MAI" und die wärmende Kraft der Sonne setzt sich durch, das Pflanzenwachstum bricht in üppiger Fülle aus.

War WIDDER ein (kardinales, d.h. elementares und dynamisches) Feuerzeichen, so ist STIER ein (fixes, d. h. stabiles) Erdzeichen.
Das Zeichen STIER symbolisiert sowohl das materielle Prinzip als auch die Fruchtbarkeit der Schöpfung.
Es ist ein WEIBLICHES Prinzip, naturverbunden, geerdet, herzlich und sanftmütig. Es VEREHRT aber auch die männliche Fruchtbarkeit im Symbol des potenten Stieres.

In frühren Zeiten war der Maßstab für den Reichtum einer Familie die Größe der Rinderherde. Materieller Reichtum und Sicherheit ist an sich nicht negativ, erst wenn wir materiellen Besitz zu unserem GOTT machen, ihn "anbeten", führt es uns in die Irre der GIER und Entfremdung von unserem Inneren. "Der Tanz um das goldene Kalb" ist ein typisches "Stier-Problem": In der Gier nach Lust kann der Stiermensch zum Tiermenschen werden und ganz in seiner animalischen Natur versinken.

Der erlöste Stiermensch lebt in Harmonie mit sich und der Welt, die lebensfreudige Seele bewohnt einen gesunden Körper. Aus dem Streben nach äußerer Sicherheit ist innere Sicherheit und äußere Gelassenheit geworden.

>> Mehr über die Seelenschwingung von VENUS

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3. Liebeserklärung an Stier-Geborene

Lass dir die folgenden Liebeserklärungen vorlesen!

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16 Liebeserklärungen

an die Seelenqualität von STIER

Erkennst du dich darin wieder?
Liebe diese Seelenqualitäten auch bei dir selbst!

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Rosenquarz als Handschmeichler

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4. Die Lebensprinzipien

Das Ur-Prinzip VENUS

Lass dir vorlesen

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Es ist nicht der Planet VENUS, der unser Leben beeinflusst. Es ist ein kosmisches Urprinzip, das im ganzen Kosmos wirksam ist und das in unserem Kulturraum den Namen "Venus" bekommen und dem Planeten den Namen gegeben hat.

Das Urprinzip VENUS korrespondiert in unserer Mythologie mit zwei Archetypen: dem Tierkreiszeichen STIER und dem Tierkreiszeichen WAAGE.

Im Stier findet das Venus-Prinzip seine irdisch-weibliche Ausdrucksform. In der Waage findet das Venus-Prinzip seine luftig männliche Ausdrucksform. In diesen zwei Ausdrucksformen (weiblich-männlich; irdisch-luftig) gleicht das Venus-Prinzip sich selbst aus.

 

Zum weiblich-irdischen Ur-Prinzip VENUS gehören:


Besitztum (Krieg um "Lebensraum" und Ressoucen), der "Tanz ums goldene Kalb" (Anbetung äußeren Reichtums) und der (religiöse) Fundamentalismus sind zentrale Stier-Venus-Themen. Es sind eigentlich die unerlösten Hauptthemen unserer materialistischen, besitzorientierten Gesellschaft seit Jahrhunderten.
Der Kommunismus war ein Versuch, diese Thematik zu lösen (ohne sich vom Materialismus selbst lösen zu können). Und vielleicht liegt die aktuelle Faszination am Buddhismus darin, uns vom diesem gesellschaftlichen Stier-Venus-Trauma in aller spirituellen Radikalität zu erlösen.

5. Kurzportrait

eines Stiergeborenen

Buddha Gautama
(der Erwachte)

Lass dir vorlesen:

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Der historische Buddha Siddharta Gautama - selbst im Stierzeichen geboren - bringt uns die erlöste Seite des Stier-Venusprinzips nahe.

Nach buddhistischer Auffassung ist der Mensch durch sein Anhaften an der Materie an das Rad der Wiedergeburt und dadurch an den ewigen Kreislauf von Inkarnation und Tod gefesselt. Das Bestreben des Buhhda war, seinen Anhängern den Weg zur Freiheit zu weisen, was durch Aufgeben der Bindungen und des Anhaftens geschieht.
Der Buddha Gautama wusste, wovon der sprach, hatte er doch das schöne, reiche Fürstentum der Eltern und sogar Frau und Kind loslassen müssen, um den Weg der (Er-) Lösung und Befreiung gehen zu können. Seine Eltern hatten es mit Schönfärberei versucht und dem Sohn alles Leid, alle Krankheit und sogar das Altern und Welken der Blüten und Blätter aus den Augen geschafft und versucht, ihm eine schöne, heile Welt vorzutäuschen. Er sollte die Fragen gar nicht erst finden, die jedes Leben in materiellen Reichtum letztlich in Frage stellt.

Die drei Merkmale der Vergänglichkeit - Altern, Krankheit und Sterben - bewegten sein Herz so sehr, dass er sich angesichts der Scheinhaftigkeit allen Daseins mit 29 Jahren entschloss, hinfort nach dem zu suchen, was nicht vergeht und stirbt: alle irdischen Fesseln abwerfend, verließ er Haus und Heim und ging in die Heimatlosigkeit, um nach der Erkenntnis der Wirklichkeit zu streben.
Sieben Jahre lang suchte er - nunmehr als Asket Gautama - alleine und unter der Führung verschiedener geistigen Lehrer nach Erleuchtung, ohne sie jedoch in der Askese, in der Beachtung der Körper-Yoga-Haltungen oder in der Befolgung der damals bekannten religiösen Vorschriften zu finden.
Erst als er sich von allen äußeren Lehren und Lehrern löste und sich gänzlich nach innen wandte, wurde er in einer Nacht, in der er in meditativer Versenkung unter einem Bodhi-Baum verbrachte, im Aufgang des inneren Lichtes aus einem Sucher zum Finder, ein "Erwachter".

Das buhhdistische System mit seinen Werten und deren Hierarchie ist heute vielleicht das bedeutendste Korrektiv zur westlichen Welt mit ihrem Primat des materiellen Besitzes. Der griechische Mythos des Minos (und der weiße Stier des Minotaurus) beherrscht den Westen und hat es am leichtesten, wo evangelisches Christentum die Basis der Gesellschaft bildet. Besondere puritanische Werte fördern überall auf der Welt den Kapitalismus, die Religion des Geldes und der Stier-Venus. Buddha verliert heute im Osten allerdings erheblich an Boden und Bedeutung. Er kommt am ehesten in jenem Teil des Westens wieder zu Ehren, der schon genug von der materiellen Übersättigung hat.

(Zitiert nach Dahlke, Lebensprinzipien, S. 109 - 110
und K.O. Schmidt, In dir ist das Licht, S. 62)

 

6. Kurzportrait

eines Stiergeborenen

Teilhard de Chardin
1. Mai 1881 - 10. April 1955

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Marie-Joseph (!) Pierre Teilhard de Chardin wird am 1. Mai 1881 als viertes von 11 Kindern in einer französischen Landadels-Familie gut behütet und „hochwohl“ in der Nähe von Clermont-Ferrand (Zentralmassiv) geboren. Die Familie ist streng katholisch, die Mutter eine sehr fromme „Herz-Jesu“-Frau, der Vater ein natur-verbundener Mensch, der den Kindern das Interesse für die Natur, Mineralien, Fossilien, Pflanzen und Insekten weckt. So findet Pierre in seinen Eltern beide Seiten seines späteren Lebens: das Religiöse und das Naturwissenschaftliche.

Die theologische Ausbildung bei den Jesuiten und seine wissenschaftliche Ausbildung ist umfangreich, mit 18 tritt er in den Jesuitenorden ein bis er (mit erzwungenen Sudienaufenthalten in Jersey und Kairo, der Jesuitenorden wird in Frankreich verboten) dann 1911 zum Priester geweiht und 1922 an der Pariser Universität Sorbonne zum Professor berufen wird.
In dieser Zeit liest er recht begeistert das Buch von Henri Bergson „Schöpferische Evolution“, das 1907 in Paris erscheint. Bergson ist Jude und sieht in der Entwicklung der Schöpfung sicherlich nicht den „Kosmischen Christus“ erwachen. Teilhard ist noch 1911 skeptisch, dass sich Theologie und Evolutionstheorie miteinander vereinbaren lassen. Er hat seine paläontologisches Studium noch nicht abgeschlossen. Doch irgendwann fasziniert ihn die Idee der Evolution in dieser Zeit: „Dieses magische Wort ‚Evolution‘, das in meinem Denken immer wieder kam wie ein Refrain, wie ein Geschmack, wie ein Versprechen und wie ein Apell.“

Während des ersten Weltkrieges leistet er zwischen 1914 – 1919 den Kriegsdienst als Sanitäter und Bahrenträger unmittelbar an der Front ab und erfährt hier seine mystischen Erfahrungen. In diese Zeit fällt auch seine erste Liebesbeziehung zu einer Frau, seiner Cousine Marguerite. Bis 1922, Einundvierzigjährig, ist die Seele von Pierre Teilhard de Chardin als „Prophet der neuen Zeit“ ausgereift. Seine Mystik ist eine Mystik der Liebe, die er bei einer Frau erfahren hat und über die Liebe zur Materie auf den ganzen Kosmos überträgt, die er als „Leib Christi“ erfährt und im Kosmischen Christus vollendet sieht.

Seine wichtigsten Thesen sind aufgeschrieben und von Rom und seinem Orden mit einem Veröffentlichungsverbot belegt. 1923 beginnt seine erste Reise nach China, das bis über das Ende des zweiten Weltkrieges 1946 als „zweite Heimat“ – unterbrochen von vielen Studien-Reisen nach Europa, Nord- und Zentral-Indien und andere - zum Exil wird. (Es war mehr eine Zuflucht in wissenschaftliche, paläontologische und anthropologische Studien als eine Verbannung, die er dem Orden gegenüber demütig als sein "Kreuz" erträgt.)
Schon 1947 erlitt er in Frankreich einen ersten Herzinfarkt, von dem er sich noch erholen konnte. Ab 1948 besucht er erstmals Amerika, das bis zu seinem überraschenden Tod am Ostersonntag, den 10. April 1955 Vierundsiebzigjährig in New York zu seinem zweiten Exil wird.

Es ist schon tragisch, dass dieser „Mann des Herzens“ und „Sohn der Erde“ an einem Herzinfarkt verstarb. Sein Herz war größer als die damalige theologische Welt es ertragen konnte. Und sein Herz zerbrach sicherlich auch an den unerfüllten Beziehungen seiner Liebe zu Frauen.

 
Stehe mit beiden Beinen auf dem Boden
und achte auf die materielle Fülle